Festschrift zum 125-jährigen Jubiläum erstellt
Der Rassegeflügelzuchtverein blickt auf eine 125-jährige Geschichte zurück.
Ehrenvorsitzender Herbert Müller hat dazu eine Festschrift erarbeitet, in der er die Geschichte und das Vereinsgeschehen gelungen für die nächsten Generationen festgehalten hat. Die Tauben- und Geflügelhaltung habe in vielen Kulturen eine lange Tradition und ist nicht nur ein Hobby, sondern auch eine Leidenschaft, die Generationen verbindet. In der Festschrift möchte man die Bedeutung der Tierhaltung würdigen und die Freude, die sie den Mitgliedern bringt, in den Vordergrund stellen. „Tauben sind nicht nur wunerschöne Tiere, sondern auch faszinierende Geschöpfe mit einer bemerkenswerten Intelligenz“, so der Schreiber der Chronik. Die Zucht und Haltung erfordere Hingabe und Wissen sowie ein tiefes Verständnis für deren Bedürfnisse und Verhaltensweisen. Auch die Haltung von Geflügel, ob Hühner, Enten oder Gänse, habe ebenfalls eine lange Tradition. Sie biete nicht nur eine nachhaltige Quelle für frische Eier und Fleisch, sondern trage auch zur Erhaltung alter Rassen und zur Förderung der Biodiversität bei. Ein wichtiger Aspekt der Tauben- und Geflügelhaltung sei die Gemeinschaft, die sich um diese Leidenschaft bildet.
Aus der Geschichte
Am 8. Februar 1899 war in der Isarzeitung Dingolfing zu lesen, dass „einflußreiche Herren“ sich beim Bierbrauer Staudinger zusammengefunden haben, um „nach dem Muster anderer Bläße einen Geflügelzucht-, Vogel- und Thierschutz-Verein zu gründen für Reisbach und Umgebung“. Weiter heißt es darin, dass die Wahl des Vorstandes eine überaus glückliche war. Hochwürden Herr Sazama wurde dabei Vorstand, Schriftführer war Josef Pickl (Chirurg aus Reisbach) und Herr Kaufmann Silbereisen Kassier. Zum Materialverwalter wählte man Herrn Speckmeier und Beisitzer wurden Alois Neumeier (Oekonom in Münchsorf), Math. Rattenberger (Wagnermeister in Reisbach) sowie HH. Beneficiat Graßl aus Reisbach. 35 Mitglieder sind dofort bei der Gründung beigetreten. Ziel des Vereins war es, die Zucht des Haus- und Hofgeflügels zu heben und zu veredeln und zum öffentlichen Vogelschutz mitzuwirken. 1953 hatte sich eine Gruppe von Geflügelhaltern zusammengetan, um wieder einen Verein ins Leben zu rufen. Ziel war es, die Zucht und Haltung von Geflügel in der Region zu fördern. Sie nahmen auber keine Neu-, sondern eine Wiedergründung vor unter dem Namen „Rassegeflügelzuchtverein Reisbach/Vils. Eine später gefundene Urkunde zeigte, dass schon 1925 Verantwortliche diese Idee hatten. Der Verein zählt also zu den ältesten Geflügelzuchtvereinen in Niederbayern. Es fanden sich immer mehr Leute, die Freude an Tauben, Hühnern und anderen Geflügeln hatten. In den folgenden Jahren erlebte der Verein ein starkes Wachstum. Neue Mitgleider traten bei und die Vielfalt der gezüchteten Rassen nahm zu. Herausragende Züchter sind in den Reihen, zahlreiche Preise, auch im Ausland waren der Lohn. Unzählige Preise, Siegerbänder, blaue Bänder sowie VDT-Ehrenbänder und Ehrentitel wurden nach Reisbach geholt. Highlight der Vereingeschichte war neben der Ausrichtung der Landesverbandstagung auch die Feier des 100-jährigen Jubiläums. Seit 1953 waren folgende Personen Vorsitzende des Vereins: Josef Bühler (1953 bis 1963), Konrad Haslbeck (1964 bis 1966), Alois Huber (1967 bis 1971), Edmund Kutscherauer (1972 bis 1980), Konrad Haslbeck (1981 bis 1991), Günter Adams (1992 bis 2012), Herbert Müller (2013 bis 2021) sowie Christoph Aigner (2022 bis heute).
Zur Zeit gehören dem Verein 88 Senioren und 17 Jugendliche dem Verein an. Die Neumitglieder der letzten Jahre sind in der Überzahl Geflügelzüchter. Dankbar dürfe man zurückblicken und mit positiven Gedanken in die Zukunft gehen. Geprägt wurde die Vergangenheit durch engagierte Züchter, welche immer zum Wohle des Vereins gearbeitet haben. In der Gegenwart erfreue man sich am Hobby, am Umgang mit den Tieren und an der guten Zusammenarbeit mit den Freunden im Verein. Für die Zukunft wünsche man sich, dass der Verein einen positiven Werdegang habe und sich viele neue Mitglieder der Sache anschließen mögen.
Die erstellte Chronik solle ein Rückblick sein und das Interesse an der Rassegeflügelzucht wecken. Jugenderinnerungen sind zu lesen, vereinseigene Züchter stellen sich und ihre Tiere vor und auch auf die Geschichte der Geflügelzucht wird eingegangen. Christoph Aigner dankte dem Ersteller Herbert Müller, der hierfür unzählige Stunden investiert hat. Man könne dies nicht hoch genug schätzen. Das erste Exemplar wurde schließlich an Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner überreicht, der dem Verein für das Engagement dankte. Auch, dass das Jubiläum mit einer öffentlich zugänglichen großen Tierpräsentation gefeiert und die Bevölkerung dazu eingeladen wird, fand lobende Worte. Er wünschte gutes Gelingen und appellierte an die Bevölkerung, sie mögen das Angebot rege nutzen und die Ausstellung zahlreich besuchen.
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